und pfützen spiegeln den ausgewaschenen himmel



die sonne scheint durchs fenster, schmelzt das eis, das sich über nacht am glas gebildet hat, und erleuchtet auch den dunkelsten winkel des zimmers. sobald die tür geöffnet ist, schleichen sich die katzen nach und nach ein, nehmen einen schluck aus des fleckenhundes wassernapf und positionieren sich dann in unterschiedlichen höhenschichten rund um die heizung. da sie sich untereinander nicht ganz grün sind, faucht es hin und wieder nach oben oder nach unten, oder die wärmeren liegeplätze werden erobert und wieder abgetreten.
ella fitzgerald singt, im wohnzimmer wird das feuer im lehmofen wieder angefacht, der fleckenhund will rodeln gehen. ich geh mit.

… einer leeren klinkerstein-bahnhofshalle aus dem vorletzten jahrhundert stehe ich, die schwere holztür knarzt in die stille, an den holzrahmen erblindeter fenster haften reste alter aufkleber. niemand kommt an in apoldas schönem alten bahnhof, nur wenige fahren ab. die sonne summt, ich stelle mir vor, wie an sommerabenden dicke fliegen daran verbrennen. draußen bringt der wind kälte und die ersten schneeflocken des jahres mit.
… mademoiselle, jouons!
